Dienstag, 20.01.2026, um 19:30, Bürgerhaus Haste
Natur erleben im eigenen Garten – Mit Kindern die Welt vor der Haustür entdecken
Einen Garten kinderfreundlich anzulegen, bedeutet weit mehr, als nur ein paar Spielecken aus Klettergerüst und Sandkasten zu schaffen, sondern abwechslungsreiche und naturnahe Räume zu gestalten, in denen gleichzeitig gefahrlos gespielt und die Natur kennengelernt werden kann. Welche Pflanzen sollten besser gemieden werden, wo lauern oft übersehene Risiken, und welche einfachen Vorkehrungen machen den Garten zu einem sicheren Abenteuergelände?
Dieser Vortrag von Landesgartenberaterin Angela Maria Rudolf vom Verband Wohneigentum Niedersachsen e.V. zeigt auf, wie sich Gefahren minimieren lassen, ohne die lebendige Vielfalt eines Gartens einzuschränken, um einen lebenswerten Ort zu schaffen, der Freude macht, Naturerfahrungen ermöglicht und Kinder spielerisch an einen respektvollen Umgang mit ihrer Umwelt heranführt.
Ein kindgerechter Garten ist weit mehr als eine Fläche für Spielgeräte. Er ist ein Erlebnis- und Erkundungsraum, der sich täglich wandelt und Kinder jeden Alters zur Kreativität anregt.
1. Naturerlebnis statt statischer Spielgeräte
Klassische Elemente wie Schaukeln, Rutschen oder Trampoline bieten oft nur starre Bewegungsabläufe und verlieren schnell ihren Reiz.
Kreativitätsförderung: Naturräume bieten täglich neue Impulse und fördern die eigenständige Entdeckung.
Selbsterfahrung: Kinder lernen am besten durch direktes Beobachten und Ausprobieren in einer lebendigen Umgebung.
2. Den Blick für die Natur schärfen
Durch gezielte Gestaltungselemente wird der Garten zum Lernort:
Naschecken: Sträucher und Beete zum Schmecken und Ernten.
Tierbeobachtung: Förderung der Artenvielfalt durch gezielte Maßnahmen.
Nisthilfen: Unterstützung für Vögel und Wildbienen.
Futterstellen & Tränken: Beobachtungspunkte für heimische Tiere schaffen.
3. Sicherheit: Keine Angst vor Giftpflanzen
Ein häufiger Hemmschuh bei der naturnahen Gestaltung ist die Sorge vor Vergiftungen:
Realistische Einschätzung: Die Gefahr schwerer Vergiftungen durch das Naschen im Garten ist nahezu null.
Wichtige Ausnahme: Einzig bei unbekannten Pilzen besteht eine ernsthafte Gefahr. Hier ist die Aufklärung der Kinder entscheidend
Sonntag, 19.04.2026, um 8:00, Haster Wald
Vogelexkursion
Nur wenige trotzten dem Wetter und kamen bei 8 °C und leichtem Nieselregen zum Haster Bahnhof, Ausgang Scheller/Waldfrieden. Doch für diese lohnte es sich! Ornithologe Martin Lieber, der auch mit der VHS und dem NABU Exkursionen anbietet, und der seit vielen Jahren Kartierungen vornimmt, führte die Gruppe durch den Haster Wald und den Ortsteil Waldfrieden. Wann immer neue Vögel zu hören waren, erklärte er etwas zu dem entsprechenden Vogel. Dabei hörte er auch den leisesten Zwischenruf aus dem Wald, um darauf aufmerksam zu machen.
Direkt nach wenigen Metern in den Wald hinein lauschten wir nicht nur dem Schwatzen und dem Überschlag der Mönchsgrasmücke, dem Zwitschern der Heckenbraunelle und dem Gesang des Rotkehlchens, sondern vor allem auch Martin Lieber, der kundig und begeisternd sein Wissen teilte.
Der Spaziergang führte am Rand des Haster Walds entlang , zum Waldkindergarten und schließlich zum Ortsrand Waldfrieden. Im Wald hörten wir den lauten Zaunkönig, den Zilpzalp (der nicht nur Zilpzalp ruft, sondern eher sowas wie "zilp zilp zelp zilp zalp zilp zelp zalp"), den häufigsten Singvogel Buchfink (von dem bekannt ist, dass er regionale Dialekte singt), die Singdrossel (die gut 50 verschiedene kurze Motive singt, die dann 3-5x wiederholt werden, und die im Volksmund lautmalreisch auch Kühebieb genannt wird), die Kohlmeise, den Kernbeißer, den Kleiber, die Ringeltaube, den Stieglitz und den Buntspecht (rufen und trommeln). In der Ortsrandlage konnten wir dann zusätzlich noch Amseln, Stare, Bluthänflinge, Feldlärchen, Spatzen und Wiesenpfeifer beobachten. Auf dem Rückweg machte noch leise ein Gartenbaumläufer auf sich aufmerksam. Zum Abschluss konnten wir wieder Mönchsgrasmücke, Braunelle und Rotkehlchen hören, da Vögel reviertreu sind und dann tatsächlich auch an gleicher Stelle wiedergefunden werden.
Dazwischen beantwortete Martin Lieber auch gerne Fragen zu Vögeln, die wir bei der Exkursion zwar nicht gesehen oder gehört haben, die aber sonst bei uns vorkommen.
Es war ein gelungener Ausflug, der bestimmt im nächsten Jahr wiederholt wird, dann aber wohl bereits im März.